Ehrenpräsidium abgelehnt: Stevens und Tönnies protestieren gegen Meinungseinschränkung

Huub Stevens und Clemens Tönnies haben ihre Kandidatur für das Ehrenpräsidium des FC Schalke 04 überraschend abgelehnt. Die beiden Schalke-Größen begründen diesen Schritt mit grundsätzlichen Bedenken zur Ausgestaltung des Amtes.
Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht die Frage nach der Meinungsfreiheit. Die ehemalige Klublegenden möchten sich offenbar nicht an Bestimmungen gebunden erklären, die ihre öffentlichen Äußerungen einschränken könnten. Aus ihrer Perspektive würde eine Ernennung ins Ehrenpräsidium mit unerwünschten Restriktionen einhergehen.
Stevens, der während seiner aktiven Karriere das Vertrauen der Schalke-Anhänger vielfach gewonnen hatte, und Tönnies, der lange als Finanzier des Klubs eine prägende Rolle spielte, signalisieren damit klare Grenzen auf. Eine Ehrung, die mit Einschränkungen verbunden sein könnte, lehnen beide ab.
Der Vorgang wirft Fragen zur Verfassung des FC Schalke 04 und zum Umgang mit kritischen Persönlichkeiten auf. Der Klub steht vor der Aufgabe, seine Strukturen so zu gestalten, dass auch prominente Vertraute des Vereins diese ohne grundsätzliche Bedenken annehmen können.
Quelle: www.n-tv.de