Neue Heimat in Australien: Iranische Fußballerinnen erhalten Staatsbürgerschaft

Zwei iranische Fußballerinnen haben nach ihrer Teilnahme am Asien-Cup in Australien die australische Staatsbürgerschaft erhalten. Das Ereignis markiert einen neuen Lebensabschnitt für die Sportlerinnen, die sich einer Welle der Anfeindung gegenübersahen, nachdem sie sich gegen das Singen der iranischen Nationalhymne entschieden hatten.
Der Akt des Verzichts auf das Abspielen beziehungsweise Mitsingen des Lieds während des Turniers hatte Kontroversen ausgelöst und führte zu Konfrontationen in ihrer früheren Heimat. Die Athletinnen wurden daraufhin Ziel von Anfeindungen durch Anhänger des iranischen Regimes.
Durch die Aufnahme in die australische Staatsbürgerschaft erhalten die beiden Spielerinnen nun nicht nur rechtliche Sicherheit, sondern auch symbolisch einen Neuanfang. Das Heimatland Australien bietet ihnen die Möglichkeit, ihre Karriere im Frauenfußball unter veränderten Bedingungen fortzusetzen.
Quelle: www.spiegel.de