Pirlo als Nationaltrainer von Italien ausgeschlossen – Russland-Verbindungen entscheidend

Der italienische Verband hat sich offenbar gegen Andrea Pirlo als neuen Nationaltrainer entschieden. Die Gründe für diese Absage liegen nicht nur in sportlichen, sondern auch in politischen Überlegungen.
Der ehemalige Mittelfeld-Maestro steht in mehreren geschäftlichen Verbindungen zu Russland, die für den italienischen Fußballverband zum Hindernis wurden. So fungiert der 46-Jährige als Markenbotschafter für einen russischen Wettanbieter und trainiert derzeit einen Fußballclub, dessen Eigentümer russischer Herkunft ist.
Diese Verstrickungen mit Russland gelten als Ausschlusskriterium für die hochrangige Position beim italienischen Nationalteam. Vor dem Hintergrund der geopolitischen Spannungen und der internationalen Isolation Russlands ist die Entscheidung des italienischen Verbandes ein deutliches Signal dafür, dass solche geschäftlichen Beziehungen mit einer führenden Funktion im nationalen Fußball nicht vereinbar sind.
Die Absage an Pirlo bedeutet für den italienischen Fußball, dass die Suche nach einem neuen Cheftrainer an anderem Personal vorbeigehen wird – unabhängig davon, welche fußballerischen Qualitäten der Weltmeister von 2006 mitbringen könnte.
Quelle: www.spiegel.de