Tuchels Zeitspiel-Taktik spaltet die Fußball-Welt: England-Legenden üben Kritik

Die Entscheidung von Thomas Tuchel, in der Schlussphase des WM-Halbfinales gegen Argentinien auf Ballverlust zu spielen und den knappen Vorsprung über die Zeit zu verwalten, hat in englischen Fußball-Kreisen für erhebliche Kritik gesorgt. Namhafte Persönlichkeiten des britischen Fussballs können das Vorgehen des deutschen Trainers nicht nachvollziehen.
Allen voran Thomas Müller zeigt sich perplex über Tuchels defensive Herangehensweise in dieser kritischen Phase des Spiels. Auch Wayne Rooney, eine der größten Legenden Englands, kann sich der Skepsis gegenüber dieser Taktik nicht entziehen. Gary Lineker, langjähriger Kommentator und ehemaliger Weltklasse-Stürmer, reagiert ebenfalls ungläubig auf die konservative Spielweise.
Das in England verbreitete Unverständnis deutet auf einen grundsätzlichen taktischen Dissens hin: Während Tuchel versuchte, ein knappes Ergebnis durch Kontrolle zu sichern, sehen die englischen Experten in dieser Vorgehensweise eher einen zu defensiven Ansatz für eine solch wichtige Begegnung. Die unterschiedlichen Bewertungen dieser strategischen Entscheidung werfen Fragen über die richtige Balance zwischen Sicherung eines Vorsprungs und offensivem Spielverständnis auf.
Quelle: www.n-tv.de