Vom Torschützenkönig zum Trainer in Myanmar: Jörn Andersens ungewöhnlicher Karriereweg

Eine bemerkenswerte Karriere nimmt eine neue Wendung: Jörn Andersen wird neuer Nationaltrainer von Myanmar. Der ehemalige Fußballer, der vor drei Jahrzehnten als erster ausländischer Spieler die Torschützenliste der Bundesliga anführte, übernimmt damit eine Position in einem Land, das unter einer der repressivsten Diktaturen der Welt leidet.
Die Verpflichtung des erfahrenen Trainers markiert einen weiteren Schritt in einer Karriere, die ihn in seiner jüngsten Zeit zunehmend in politisch fragwürdige Regionen geführt hat. Andersens bisherige Trainerstationen zeigen ein Muster, das viele Beobachter mit Besorgnis betrachten: Der Weg führte ihn in immer restriktivere Systeme.
Andersens historische Leistung als Spieler ist unumstritten. Seine Zeit als Torschützenkönig in Deutschlands höchster Spielklasse vor 36 Jahren bleibt ein markanter Punkt in seiner Vita. Doch seine jüngsten beruflichen Entscheidungen werfen Fragen über die Verantwortung von Trainern auf, die in Ländern mit schwerwiegenden Menschenrechtsbedenken arbeiten.
Quelle: www.spiegel.de