WM-Finale spaltet die Medienlandschaft: England hadert, Argentinien jubelt

Das Finale der Fußball-Weltmeisterschaft hat in den Medienlandschaften der beteiligten Nationen völlig unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Während die argentinische Presse den Triumph des Landes in den höchsten Tönen feiert, herrscht in England eher Verdruss vor.
In Großbritannien richteten sich die kritischen Blicke vor allem auf Trainer Thomas Tuchel und seine taktischen Entscheidungen während des Spiels. Die englischen Medien machen den Coach und seine Wechsel hauptverantwortlich für das Scheitern ihrer Mannschaft im Titelkampf. Die Analyse der Niederlage konzentriert sich dabei auf die Führungsverantwortung des deutschen Trainers.
Deutlich fröhlicher geht es in Argentinien zu. Die dortige Presselandschaft feiert den WM-Sieg als einen geschichtsträchtigen Moment für die Nation – ein Triumph, der noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Neben den großen Analysen sorgt auch ein kleineres Detail für Heiterkeit: Argentinische Medien haben entdeckt, dass Englands Torwart Jordan Pickford offenbar einen Spickzettel mit Notizen zu den Elfmeterschützen mit sich trug. Die Argentinier amüsieren sich köstlich über diesen Versuch der Vorbereitung.
Quelle: www.spiegel.de